Monatsrückblick Mai 2024

Arbeitsreich startete ich in den Mai, wollte ich doch endlich die erste Fassung von Black Forest 3 beenden. Mitte des Monats fühlte ich mich erschöpft – geistig, emotional und körperlich. Zusätzlich belastete eine unvorhergesehene Jobveränderung die ganze Familie. Vielleicht war es diese Krise, die mich endlich wieder in den Flow brachte, denn der Mai wurde unerwartet sportlich. Ein Highlight gab es dann auch noch und ich bin im 7. Autorinnen-Himmel.

Eine Zusage und ich bin einfach nur happy

Besonders klug ist es ja nicht, mit dem Highlight des Monats zu beginnen, aber ich freue mich einfach so sehr und nach den Kümmernissen, die es in diesem Monat auch gab, war es wie ein Wink des Schicksals.
Vielleicht weißt du, dass ich Mitglied im Club der Selfpublisher bin. Ein kleiner Zusammenschluss von freien Autor:innen. Eine lose Gruppierung, die sich gegenseitig unterstützt und sich austauscht. Bereits zum dritten Mal gibt der Club eine Anthologie heraus, die um die Weihnachtszeit herum erscheint. 24 Kurzgeschichten warten darauf, entdeckt zu werden. Die Mitglieder können sich mit einer Kurzgeschichte bewerben und ich dachte mir: “Versuche es doch einfach mal.”

Ausgerechnet ich, wo ich doch nie bei irgendwelchen Ausschreibungen und Wettbewerben teilnehme. Warum eigentlich nicht? Gute Frage. Ich denke, ich mag generell den Wettbewerbsgedanken nicht und man darf ruhig auch kritisch hinterfragen, anhand welcher Kriterien bewertet wird. Aber hier war mir klar, ich schreibe eine Kurzgeschichte, die zu meinem Weihnachtsroman passt und die ich auf die eine oder andere Weise veröffentlichen werde. Mehr als ein angekratztes Ego hatte ich also nicht zu verlieren.

Als die Teilnehmenden bekannt gegeben wurden, habe ich die Liste bestimmt 5 Mal gelesen. Nur um sicherzugehen. Da stand doch tatsächlich mein Name! Natürlich fühle ich mich ein wenig gebauchpinselt, vor allem aber gefällt mir die Idee dahinter. Nicht nur, dass meine Geschichte neben der vieler anderer großartiger Autor:innen steht, der Gewinn wird für einen guten Zweck gespendet.

Insgesamt kamen bereits mehr als 6000 € zugunsten der Kinderkrebshilfe und dem Kinderhospiz Olpe zusammen. Beide Bücher findest du übrigens hier.

Mit meinen Geschichten etwas zu bewirken, ist ein großer Traum von mir. Wenn es darüber hinausgeht, dass du, liebe Leserin, dem Alltag entfliehen kannst, bin ich überglücklich.

Natürlich halte ich dich hier auf meiner Webseite auf dem Laufenden, ab wann die Spendenanthologie zu bestellen ist. Oder du lässt dir meine Post aus dem Schwarzwald frei Haus liefern. Dann verpasst du garantiert keine Neuigkeiten mehr.

Selbstliebe, Affirmationen und inneres Kind

Selbstliebe, Glaubenssätze und alte Wunden sind ein Thema, mit dem ich mich immer wieder auseinandersetze. Glaubenssätzen und Achtsamkeit wirst du auch in Black Forest Band 3 begegnen, denn die Protagonistin Rebekka wird unter anderem durch einen Achtsamkeitskurs wieder zurück in ein glückliches Leben finden.

Natürlich habe auch ich Verletzungen, die nie richtig geheilt sind, wie viele andere auch. Außerdem interessiere ich mich sehr für Psychologie und verwandte Themen. Mich mit diesen Dingen zu beschäftigen, bereichert mich und hilft mir zu verstehen, wie ich eigentlich ticke. Nachdem ich Mitte des Monats gespürt habe, dass sich alles nur noch schwer anfühlt – mir die Leichtigkeit im Alltag verloren ging – habe ich mich wieder verstärkt mit Affirmationen und Selbstliebe beschäftigt. Sogar regelmäßig meditiert habe ich wieder. Und wenn es auch nur 5 Minuten am Tag sind. Es hat mir geholfen, trotz schlechter Neuigkeiten, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und optimistisch zu bleiben.

Dabei hat mir auch der Podcast von Melanie Pignitter geholfen, von der ich bereits ein Buch gelesen hatte (Wenn ein Satz dein Leben verändert) und natürlich meine Lieblings-Meditations-App Insight Timer.

Und so beschäftigte ich mich wie selbstverständlich mit einem anderen Thema, das eng mit dem eigenen Wohlbefinden zusammenhängt …

20 km Wandern

Eine Familienwanderung stand auf dem Plan, die wir schon länger vorhatten. 20 km Sagenrundweg Heidburg. Eigentlich wollte ich schon im letzten Jahr eine mehrtägige Wanderung unternehmen. Dabei sind die Etappen immer recht lang und vielleicht war auch das ein Grund, warum wir es (noch) nicht gemacht haben. Unsere Wanderung war also auch ein kleiner Test.

20 km mit Kids und Hund – machbar? Ich startete bereits mit Muskelkater, denn im Mai hat mich endlich wieder die Sportlust gepackt. Das war vielleicht nicht ganz so schlau, aber Ferien und Feiertage fallen nun mal, wie sie fallen. Um es kurz zu machen, wir haben durchgehalten und auch wenn wir nicht alle Sagentafeln gefunden haben – die Wegbeschilderung ist wirklich ausbaufähig – standen am Ende 20 km auf unseren Sportuhren. Die Beine brannten nach 6 Stunden ordentlich, aber die gute Laune ist uns bis zum Schluss geblieben, als wir, von einem heraufziehenden Gewitter getrieben, raschen Schrittes den Parkplatz erreichten.

Der Muskelkater am nächsten Tag kam übrigens direkt aus der Hölle. Treppensteigen? Nur mit zusammengebissenen Zähnen. Bevor wir eine mehrtägige Route in Angriff nehmen, muss ich dringend in Form kommen. So lustig wie die Kids am nächsten Tag schon wieder rumgesprungen sind, war ich offensichtlich allein mit dem Problem.

Die Route. 20 km liegen vor uns.
Unsere Route
Eine wunderschöne alte Mühle.
Wunderschöne alte Mühle auf dem Weg.
Pause 10 km haben wir geschafft
Halbzeit und Pause bei 10 km. Ein ordentliches Vesper gab es natürlich auch.
Sagenrundweg 2024
Eine Sagentafel hätten wir gefunden.
Verlassener Wohnwagen mitten im Wald. Meine Fantasie spinnt sich schon wieder eine Geschichte zusammen.
Verlassener Wohnwagen mitten im Wald. Meine Fantasie spinnt sich schon wieder eine Geschichte zusammen.

KI Bücher

KI treibt die Autorenwelt auch 2024 um. Gerade wurde der Skoutz Award ausgesetzt, nachdem auf der Longlist KI-Titel aufgetaucht waren und dies zu einem empörten Aufschrei geführt hatte. Ich möchte gar nicht weiter darauf eingehen; du kannst die Stellungnahme hier nachlesen.

Fakt ist aber, dass KI nicht mehr wegzudenken ist. Und nachdem ich ChatGPT 4 testen durfte, muss ich auch meine Meinung revidieren, dass es nicht möglich ist, einen Roman von KI schreiben zu lassen. ChatGPT 4 bringt schon richtig gute Ergebnisse und konnte ich bei Version 3.5 noch ziemlich sicher sagen, wenn ein Text mithilfe von KI erstellt (und nicht weiter überarbeitet) wurde, kann ich das bei der aktuellen Version nicht. Natürlich braucht man trotzdem noch eine Idee und einen guten Prompt, aber es scheint mir nicht mehr unmöglich.

KI wird uns künftig also begleiten und sie wird bei der Entstehung von Romanen eine immer stärkere Rolle spielen. Abseits der noch offenen Frage um die Entschädigung der Autoren, mit deren Werken die KI angelernt wurde, erwarte ich von Autoren jedoch, dass eine gewisse Schöpfungshöhe noch gegeben ist. Dass Autor:innen ihre kreativen Muskeln beansprucht haben, eigene Ideen eingebracht und generierte Texte überarbeitet haben.

Diesen Monat habe ich ein Buch gelesen, welches meiner Meinung nach rein mit KI erstellt wurde. Die Illustrationen, wie auch die Texte – KI. Die Informationen kratzen derart an der Oberfläche, dass ich einem Wikipedia-Artikel mehr entnehmen kann. Schnell zusammengeschriebene Häppchen mit mehr oder weniger interessanten Themen. Als Leserin, aber auch als Autorin und Lektorin bin ich enttäuscht. Ja, fühle mich getäuscht, denn eine entsprechende Kennzeichnung fehlt. Das Geld hätte ich mir sparen können.

Wenn wir KI also nicht mehr wegdenken können … wie kann eine Kennzeichnung erfolgen? Eine Kontrolle scheint mir unrealistisch. Und die Frage, wie viel KI-Unterstützung in einem Buch stecken darf, ohne als KI generierter Text zu gelten, bleibt ebenfalls offen. Am Ende werden es die Leser und Leserinnen sein, die entscheiden müssen, welche Autor:innen sie weiterhin unterstützen.

Gemeinsam mehr erreichen

Miteinander statt gegeneinander ist ein Motto, das ich gerne unterschreibe. Als Autorin struggle ich oft mit meinem Marketing. Viele Pfade sind ausgetreten und an neuen Ideen fehlt es mir. Oft fehlen auch einfach die Mittel oder der Mut, um große Aktionen zu starten. Zum Buchstart ein riesiges Fest? Eine Lesung im Naturschutzzentrum Schwarzwald? Ich bekomme bereits Schweißausbrüche, wenn ich mir vorstelle, bei der hiesigen Buchhandlung anzufragen, ob sie eines meiner Bücher ins Programm nehmen würden.

Das ist natürlich kontraproduktiv. Ist mir bewusst. Aus meiner Haut kann ich trotzdem nicht und wenn ich mich unter meinen Kolleg:innen umsehe, dann geht es vielen sehr ähnlich.

Im April ging mir das Thema Newsletter nach und kurz entschlossen rief ich im Mai zu einer gemeinsamen Aktion auf. Wir starteten eine Freebie-Parade. Ein kunterbunter Konfetti-Regen von Kurzgeschichten, Leseproben und E-Books.

Mir hat die Aktion viele Freude bereitet und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen war herrlich unkompliziert. Du hast die Aktion verpasst? Dann schau unbedingt mal hier rein.

Bonusgeschichten, E-Books und Leseproben

Erfolgsmeldungen

  • 1 Newsletter
  • 4 Blogbeiträge
  • 3 Weiterbildungen
  • 11 Beiträge auf Instagram
  • 6 Yogaeinheiten
  • 10 Fitnesseinheiten

Erlesenes

Im April hatte ich mir vorgenommen, den Stapel der ungelesenen Bücher abzuarbeiten. Leider funktioniert das nur mittelmäßig, wenn dann doch wieder Bücher gekauft werden. Aber so ist das nun mal und zu meiner Verteidigung las ich das erste Buch auf der Liste im Kontext meiner Weiterbildung zum Thema Kinder- und Jugendliteratur. Meine Hausarbeit zum Thema “realistischer Kinderroman” habe für einen Blogbeitrag auf meiner Lektoratsseite aufgearbeitet. Du kannst ihn hier nachlesen.

Ausblick auf den Juni

Endspurt vor den heiß ersehnten Sommerferien. Der Weihnachtsroman geht ins Lektorat und mehr nehme ich mir tatsächlich gar nicht vor, denn den 3. Band verschiebe ich endgültig nach 2025. Die Dinge brauchen eben so lange, wie sie brauchen und Rebekkas Geschichte möchte noch etwas mehr Aufmerksamkeit. Außerdem geht natürlich der Fernkurs weiter und ein paar Blogartikel wollen geschrieben werden.

Herzlichst Deine

Autorin Kassia L. Hill

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