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Monatsrückblick Februar 2026: Stories in Motion

Der Februar war ein Monat voller Geschichten – manche fast fertig, andere noch wild im Kopf wirbelnd. Zwischen einem Schottlandroman, einem einsamen Wolf im Schwarzwald und der neuen Kurzgeschichte für eine Anthologie fühlte es sich an, als würde ich ständig jonglieren. Ideen tauchen auf, Figuren melden sich, Projekte warten darauf, dass ich mich ihnen widme. Und irgendwo dazwischen versuche ich, alles aufzuschreiben, bevor es wieder davonläuft. Genau darum geht es in diesem Rückblick: ein kleiner Blick hinter die Kulissen meines Schreibens, der Stolz, die Frustrationen und die Freude an all den Geschichten, die gerade lebendig werden.

Ein Kopf voller Geschichten

Ich jongliere mit Geschichten wie ein Clown im Zirkus, und während ich zittere und hoffe, dass keines dieser unvollendeten Werke zu Boden fällt und zerbricht, entstehen schon wieder neue Ideen und ich sehne mich zurück, als ich meinen Debütroman Emma & Caden schrieb. Damals gab es nur diese Geschichte in meinem Kopf und es fühlte sich wahnsinnig intensiv an. Ich wachte mit meinen Figuren auf und ging mit ihnen zu Bett. Heute spukt eine ganze Theaterbesetzung in meinem Kopf herum und ich weiß manchmal nicht, um welche Uraufführung ich mich zuerst kümmern soll.

Viele Nebenschauplätze sind seither entstanden. Mein Blog, den ich auch jetzt gerade nutze, um meine Gedanken zu entwirren und festzuhalten. Und auch wenn der Monatsrückblick nicht sonderlich viele Leserinnen hat, gerade diese Rubrik ist für mich eine Art Tagebuch geworden und manches Mal habe ich schon darin geblättert und gestaunt.

Im Februar wollte ich den Schottlandroman weiterschreiben. Ich wusste, dass ich dank Ferien und vieler Termine wenig Schreibzeit haben würde. Trotzdem hatte ich gehofft, ich würde weiterkommen, als es dann tatsächlich der Fall war. Hauptsächlich habe ich den 1. Teil überarbeitet, Szenen ergänzt und eine ganze Szene gelöscht.

Autsch!

Aber auch das gehört dazu und wenn ich mich bei einer Szene schon langweile, werden es meine Leserinnen mit Sicherheit. Also raus damit! Am Ende ist das Manuskript angewachsen, aber die Geschichte ist nicht wirklich weitergekommen. Noch immer stecke ich am Anfang des 2. Teils.

Ailsa ist gerade in der Vergangenheit angekommen und macht sich mit den Menschen und Gegebenheiten vertraut. Ihr wird bewusst, wie naiv sie ihre Reise angetreten hat, und nun muss sie das Beste daraus machen. Doch das wird warten, denn Ende Februar wanderte das Schottlandprojekt zurück in die Schublade. Ich ziehe eine andere auf, in welcher der 3. Winterlichtenband schlummert. Will ich diesen Ende des Jahres veröffentlichen, muss ich ihn überarbeiten und ins Lektorat geben.

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Der Wolf im Schwarzwald

Dann war da noch diese Sache mit Grindi. Grindi ist ein Wolf. Ein Singlewolf, der sich ganz in unserer Nähe angesiedelt hat. Sein Revier liegt im Naturschutzgebiet rund um die Hornisgrinde – mit knapp 1.164 Metern der höchste Berg im Nordschwarzwald. Ein rauer, oft nebliger Ort. Still. Eigentlich genau richtig für einen Wolf.

Leider hat Grindi einen großen Fehler gemacht: Er war zu neugierig.

In den letzten Monaten gab es mehrere Begegnungen mit Hundeführern. Ob er in seiner Einsamkeit läufigen Hündinnen gefolgt ist? Oder ob er für ein Foto mit Futter angelockt wurde? Ich weiß es nicht.

Was ich weiß: Grindi soll nun getötet werden. So wurde es von oberster Stelle angeordnet – und gerichtlich bestätigt.

Traurig, nicht wahr?

Das Kuriose daran: Er konnte fotografiert werden. Er kann abgeschossen werden (jedenfalls gehe ich davon aus, dass diese Meldung bald durch die Presse gehen wird). Aber eine Betäubung, um ihn umzusiedeln? Die sei angeblich nicht möglich. Meine Lektorin würde diese Stelle anmerken und mich auf einen Logikfehler aufmerksam machen. Tja. Die Realität ist oft erschreckend unlogisch. Ein ganzes Jägerteam ist inzwischen dort auf dem Berg und auf der Suche nach dem Wolf, der – und so klingt es doch viel harmloser – entnommen werden soll.

Diese Diskussionen um den Wolf lassen mich nicht los. Und sie führen mich zurück zum Schreiben. Denn auch in Winterlichten gibt es einen Wolf. Einen, der bislang eher am Rand durch die Geschichte streift. Ich hatte sogar überlegt, ihn ganz zu streichen. Aber jetzt habe ich eine Idee und vielleicht wird mein Winterlichten-Wolf eine ganz zentrale Rolle in der Geschichte bekommen. Vielleicht wird er ein paar Züge von Grindi tragen. So, dass etwas von dem einsamen Wolf bleibt. Damit er nicht verschwindet.

Aspen

Der Club der Selfpublisher wird erneut eine Anthologie herausgeben. Wenn ich richtig gezählt habe, müsste es inzwischen die fünfte sein. In zweien davon sind Kurzgeschichten von mir enthalten, was mich unglaublich stolz macht. Auch in diesem Jahr habe ich eine Geschichte geschrieben. Ich werde sie in den nächsten Tagen einreichen und dann hoffen, dass sie genommen wird. Wenn nicht, hast du Glück, denn dann gibt es die Kurzgeschichte für meine Newsletter-Abonnentinnen schon früher zu lesen.

Dieses Mal verlasse ich den Schwarzwald und reise nach Aspen, Colorado. Die Geschichte habe ich an einem Tag geschrieben und musste sie danach fast um die Hälfte kürzen, um die Vorgaben einzuhalten. Die Handlung im Berghotel hat einfach zu viel Spaß gemacht, und ich glaube, dass daraus mehr werden könnte. Schon wieder eine neue Idee. Ich wünschte, ich könnte schneller schreiben. Ich wünschte, es gäbe nicht diese Flut an Ideen in meinem Kopf.

Es beginnt also mit einer Kurzgeschichte – und dann werden wir sehen, was die Zeit bringt.

Was war sonst noch los?

Ende Februar hat von einem Tag auf den anderen der Frühling Einzug gehalten. Die Bienen fliegen wieder fleißig und die Menschen drängen nach draußen. Es ist wundervoll und ich habe bereits ein paar sonnige Lesestunden auf der Terrasse verbracht.

Ich hatte mir für dieses Jahr mehr Leben gewünscht. Mehr Erlebnisse. Mehr spüren. Im Februar ist das gelungen. Neben einer wilden Geburtstagsparty mit anschließender Übernachtung und Eltern, die sich am nächsten Morgen mit rekordverdächtigen Augenringen durch den Tag schleppten, gab es Ausflüge ins Spaßbad, auf die Bowlingbahn und zu den Rhein-Nackar-Löwen.

Frühling Bienen
Unsere Gartenbienen sind wieder unterwegs.
Rulantica
Einmal im Jahr fahren wir ins Rulantica und betreten jedes Mal eine andere Welt. Dieses Jahr haben wir neue Bereiche entdeckt, deren Eröffnung an uns vorbeigegangen ist. Müde und glücklich geht es nach einem langen Tag nach Hause.
Handball
Am 20.02. ging es nach Heidelberg zum Spiel der Rhein-Neckar-Löwen gegen den TBV Lemgo. Ein Thriller hätte nicht spannender sein können!
Bowl
Ich liebe leckere Bowls. Gesund und schnell gemacht. Jetzt, wo die Sonne endlich wieder scheint und die Temperaturen in zweistellige Bereiche klettern, genau das Richtige.

Erfolgsmeldungen

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    Monatsrückblick Februar
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Erlesenes

Mein Lesemonat startete stark und schwächere dann. 2 Bücher in der ersten Woche und beinahe 3 Wochen für einen Roman, der mich an die italienische Küste entführen sollte und dabei mit zwiespältigen Gefühlen zurückließ.

  • Winterzauber in Notting Hill von Mandy Baggot
    Im Februar darf man noch Weihnachtsromane lesen, davon bin ich überzeugt. Das Buch liegt hier schon eine Weile und endlich habe ich mich verzaubern lassen. Ich kannte die Autorin noch nicht und dass es sich um eine Buchreihe handelte, war mir beim Kauf auch nicht klar gewesen. Isla arbeitet für eine Immobilienfirma und ausgerechnet die will das Viertel, in dem sie mit ihrer Schwester Hannah wohnt, abreißen. Der neue CEO Chase hat das neue Projekt auf den Weg gebracht und nun soll sich Isla ausgerechnet um ihn kümmern. CEO und Boss Romanzen sind nicht meins, aber hier war es eine richtig schöne Geschichte zum Einkuscheln und ich hatte große Lust, wieder nach London zu reisen. Ob es den Frosch im Park wirklich gibt? Ich würde es gern herausfinden.
  • Die magische Bibliothek der Buks von Nina George
    Das Buch haben wir am 18.05.2025!!! begonnen. Die Idee ist total süß. Eine verborgene Bibliothek in einer Welt, aus der Bücher verbannt wurden, mit kleinen Wesen – den Buks – die darin leben. Leider konnte die Geschichte uns (und damit meine ich mich und die Kids) nicht überzeugen. Endlos ziehen sich die Seiten dahin, bis es am Ende dann endlich spannend wird. Aber da waren die Kinder längst ausgestiegen und ich habe die letzten 100 Seiten nur noch aus Pflichtgefühl gelesen. Schade. Zum Glück sind Geschmäcker verschieden und es gibt wirklich tolle, kreative Ideen. Uns schritt die Handlung zu langsam voran und wir verzichten auf die Folgebände.
  • Die kleine Villa in Italien von Julie Caplin
    Fast ein Jahr lag dieses Geburtstagsgeschenk von einer lieben Freundin auf dem Stapel, bis ich es endlich gelesen habe und leider zog sich nicht nur die Lagerzeit, sondern auch die Geschichte selbst. Als Autorin habe ich selbst so meine Schwierigkeiten mit dem Mittelteil. Während ich den Anfang und das Ende immer klar vor Augen habe, zieht sich die Mitte immer endlos. In diesem Buch liest es sich auch so zäh. Endlose Ausflüge, die klingen, als hätte jemand einen Reiseführer geschrieben und Figurenentwicklung, die in Minusgeschwindigkeit fortschreitet. Oft habe ich nur 10 Seiten am Abend gelesen, weil es mich schlicht nicht abgeholt hat. Der Konflikt dreht sich die ganze Zeit um das Misstrauen von Raph und Lias’ Zurechtfinden in der neuen Familie. Die Liebesgeschichte zwischen beiden konnte mich nicht abholen, was mich jedoch zum Weiterlesen gebracht hat, war die süße Großfamilie, in die Lea aufgenommen wird. Da gibt es Ernesto, den Schauspieler, und seine Frau Aurelia, die schon zu herzensgut ist. Dazu eine aufgeweckte Rasselbande. Und das alles unter der Sonne Italiens.

Ausblick auf den März

Es geht zurück nach Winterlichten. Im Idealfall schaffe ich im März die 1. Überarbeitung. Ende April würde ich das Manuskript gern ins Lektorat geben.


Ich freue mich sehr, dass du dich für mich und meine Geschichten interessierst. Mehr Einblick hinter die Kulissen und exklusive Geschichten findest du in meiner Schwarzwaldpost. Schau doch mal ganz unverbindlich rein. Ich freue mich darauf, dich näher kennenzulernen.

Herzlichst, deine

Autorin Kassia L. Hill

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