Monatsrückblick Dezember 2025

Monatsrückblick Dezember: Klarheit für mein Autorinnenleben

Was im Januar voller Enthusiasmus begann, endete mit einem Gefühl der Leere, weil alles zu viel, zu voll, zu laut, zu schnell wurde. Neben einer großen Erschöpfung vom Schreiben, von Geschichten, von Figurenstimmen in meinem Kopf bleibt vor allem Klarheit für mich und meinen Weg. Denn eines ist mir sehr bewusst geworden, wenn ich auf die vergangenen Monate sehe: Alles kostet einen Preis und jede/r muss für sich selbst beantworten, was er oder sie bereit ist, zu bezahlen.

Ein kleiner Jahresrückblick: Was hatte ich mir für 2025 vorgenommen? Und was ist daraus geworden?

Ich wollte es wissen, meine Grenze ausloten, mich herausfordern. Ich habe den Glaubenssatz „Das kann ich nicht“ infrage gestellt.

  • Ich wollte den 2. Band von Weihnachten in Winterlichten veröffentlichen. Nun, dieser Band wird nun Band 3, denn die Geschichte ist zwar geschrieben, aber noch nicht überarbeitet. Im Sommer 2025 habe ich beschlossen, die Veröffentlichung zu verschieben.
  • Dafür ist Snowflakes und Chocolate Kisses in New York am 3. Oktober 2025 erschienen. Der 2. Band der Winterlichten Reihe.
  • Am 05.04.2025 war ich als Ausstellerin auf der Buchmesse LEIGA. Es war ein schöner Tag und ich freue mich sehr auf die LEIGA 2026.
  • Ich wollte mehr zum Thema Bildbearbeitung lernen und musste mitten im Kurs feststellen, dass ich das Grafikprogramm Affinity, das ich in der Black Friday Woche günstig erworben hatte, doch nur als Testversion besaß. Wie ärgerlich! Also ging es mit dem Kurs erst mal nicht weiter. Endes des Jahres kam dann die Ankündigung, dass Affinity jetzt kostenlos ist. WOW! Ich traue dem Braten nicht ganz, denn kurz zuvor fusionierte Affinity mit Canva, aber der Weg zurück zum Lernen ist jetzt frei.
  • Imkerkurs und eigene Bienen im Garten. Ja, dieses Thema habe ich abgearbeitet. Im April zogen zwei Bienenvölker bei uns ein. Wir haben sehr viel gelernt und sogar den ersten Honig geerntet.
  • Die Weiterbildung Kinder- und Jugendliteratur habe ich erfolgreich abgeschlossen. Ich bin ein wenig stolz darauf, allerdings hat es mir fürs Erste auch ein wenig den Spaß und die Lust auf intensive Weiterbildungen genommen. Obwohl mir die Weiterbildung von Kolleginnen wärmstens empfohlen wurde, war es wohl nicht ganz das, was ich mir davon erwartet habe.
  • Die Kurzgeschichte für den Sommer habe ich geschrieben, und obwohl es nur eine Novelle ist, hat es wesentlich länger gedauert, als ich erwartet hatte. Mein Learning: Auch kurze Geschichten fordern Zeit und Raum im Autorenalltag ein.
  • Kurzgeschichte für eine Anthologie einreichen. Ja, es gibt wieder eine Kurzgeschichte von mir in der Anthologie vom Club der Selfpublisher. Es hat mich sehr gefreut, dass gerade diese Geschichte ausgewählt wurde, denn ich hatte lange um eine Idee gerungen. Wie ich letztlich eine Idee gefunden habe – oder sie mich – kannst du hier nachlesen.

Dezember: wenig schreiben, viel leben

Ich habe wenig geschrieben im Dezember. Nachdem ich die erste Woche genutzt habe, um die ersten 100 Seiten zu überarbeiten, die ich im Vormonat geschrieben hatte, bin ich äußerlich verstummt, während innerlich einiges los war. Ich fühlte mich, als hätte ich zu lange in der Badewanne gelegen. Erschöpft, schrumpelig. Die Schaumblasen zerplatzt, das Wasser abgekühlt. Ein Prozess, der eigentlich bereits im Sommer eingesetzt hatte. Ein Infekt, der mich seit September begleitet, zog mir lange jede Kraft, und plötzlich war da viel Zeit, um nachzudenken.

In den ersten Tagen des neuen Jahres habe ich mich durch die Pläne von Autorenkolleg:innen gelesen: Wer 2026 endlich sein Buch schreiben will, wer mehrere Projekte startet, mehr Sichtbarkeit, mehr Verkäufe, weniger Social-Media-Chaos. Genau so hatte ich das Jahr 2025 begonnen: mit großen Plänen, voller Tatendrang. Nur dass für 2026 nichts davon auf meiner Liste steht.

Planung ist hilfreich, keine Frage – sie gibt Struktur und Sicherheit. Aber nur so lange, bis das echte Leben dazwischenkommt.

Meine Bücher brauchen Zeit. Sie entstehen nicht nur beim Tippen, sondern auch auf der Gassirunde, beim Einkaufen, beim Putzen, beim Lesen und in den Minuten vor dem Einschlafen. Genau diese Momente lassen die Figuren atmen und die Geschichten wachsen.

So habe ich nicht nur 2025 gelebt, sondern in den Jahren zuvor. So sah mein Autorinnenleben aus. Ich teilte es mir mit den Figuren. Den Geschichten. Ja, manchmal war das echte Leben dann eher lästig. Weil es mich rausriss, weil es mich abhielt, weil es um Aufmerksamkeit heischte.

2026 möchte ich wieder mehr Leben spüren. Mehr Vielfalt, mehr Kreativität außerhalb des Schreibens. Ich möchte wieder bewusster leben und wahrnehmen und genießen. Ich bin nicht nur Autorin. Ich bin Kreative. Ich will schreiben, ja. Aber auch Stricken, Nähen, Kochen. Ich will in der Natur sein. Ich will Sport treiben und mich um meine Gesundheit kümmern. Ich will lesen und wieder mehr auf Events gehen. Und ich glaube, dass genau das meinen Geschichten guttut – weil die besten Geschichten noch immer das Leben selbst schreibt.

Instagram und Adventskalender

In den letzten Jahren gab es auf meinem Instagram Account immer eine Adventskalender-Aktion. In einem Jahr war es eine Beitragsserie mit Hintergrundinformationen und Gewinnspielen. 2024 gab es die Adventskalendergeschichte im Newsletter, die ich natürlich auch auf Instagram beworben hatte. Das Problem bei diesen Aktionen ist, dass es einfach viel zu viele gibt. Jeder macht einen Adventskalender und es wird einfach zu viel. Man kann das gar nicht mehr wahrnehmen. Social Media platzt förmlich. Vermutlich könnte man unwahrscheinlich viele Bücher und E-Books gewinnen, wenn man überall mitmacht, denn aufgrund dieser schieren Masse sind die Teilnehmerzahlen für einzelne Accounts oft sehr gering. Jedenfalls habe ich das so erfahren. Der ganze Aufwand, die Vorbereitung, das Posten hat sich schlicht nicht gelohnt.

Deshalb hatte ich beschlossen, nichts Eigenes mehr zu veranstalten, sondern gemeinsam mit anderen – mit Bloggenden und Schreibenden. Drei Adventskalender wurden es schließlich, bei denen ich beteiligt war. Und zusätzlich war da noch die Spendenanthologie, deren Beiträge weiterhin geteilt werden wollten.

Weniger Arbeit war es daher nicht wirklich. Ich musste jeden Tag teils mehrfach auf Instagram vorbeischauen, um die Beiträge zu teilen und zu kommentieren. Aber als Fazit hat es wesentlich mehr gebracht.

Mein 2025 in Zahlen

  • 854 Follower auf Instagram (740 waren es 2024 und das ganz ohne Fokus auf Wachstum)
  • 43 + 13 veröffentlichte Blogartikel (Autorenleben und Lektorat)
  • Die Schwarzwaldpost erschien regelmäßig, ca. alle 14 Tage (hier genau nachzuzählen, ist mir zu müßig)
  • 100 Tage Duolingo (ich frische meine nicht vorhandenen Französischkenntnisse auf)
  • Gelaufene Schritte im Durchschnitt 5026, weniger als 2024, dafür mehr Schreibzeit
  • Veröffentlichungen: 1 Novelle „Sommer in Winterlichten“, „Snowflakes and Chocolate Kisses in New York“, 1 Kurzgeschichte in einer Anthologie, mehrere Kurzgeschichten für meine Newsletter-Abonnentinnen
  • 160.088 geschriebene Wörter in Manuskripten (was etwa 640 Seiten sind!!!)
  • 38 Blogartikel (davon 10 für mein Lektorat und 28 hier auf der Autorinnenseite)

Was sonst noch los war

In der Adventszeit fuhren wir nach Strasbourg auf den Weihnachtsmarkt. Eigentlich nicht ganz richtig, denn es gibt mehrere Märkte, die man besuchen kann und die alle fußläufig zu erreichen sind. Natürlich gab es Punsch und Crêpes au chocolat.

Jahresrückblicke gab es gleich von mehreren Apps. Ob Kochen, Sport, Lernen oder Lesen – Jahresrückblicke sind trendy. Ich zeige dir meinen Highlights aus der Leseapp Reado.

Zu Weihnachten bekam ich Konzerttickets für Metallica im Sommer 2026. Mein Musikgeschmack ist sehr vielseitig, daher hoffe ich, du bist nicht zu überrascht über diese wilde Seite von mir. Das passende Fan-Shirt gab es auch gleich dazu.

Was war noch? Ich bin im Strickfieber. Drei Paar Socken sind von der Nadel gehüpft und eine Wintermütze wurde angestrickt. Unser Neufi-Mädchen hat die Silvesternacht dank Gehörschutz überstanden und zwischen den Tagen haben wir oft Siedler gespielt. Eines unserer absoluten Lieblingsspiele. Im Sommerurlaub habe ich die Duolingo App ausprobiert und seither versuche ich, meine Sprachkenntnisse in Französisch aufzuwecken. Mein absolutes Horrorfach in der Schule.

Erlesenes

62 Bücher habe ich in diesem Jahr gelesen. Allerdings waren auch noch einige Kinderbücher für meine Weiterbildung dabei. Einen gesonderten Blogartikel mit den Highlights und folgt. Im Dezember kamen noch dazu:

  • Der Nachbar von Sebastian Fitzek
    Ich war auf der Frankfurter Buchmesse um die Sonderauflage herumgeschlichen, und ehrlich gesagt bin ich mir noch immer nicht sicher, was ich von diesem Plastikschuber halten soll. Eigentlich ist das Teil total sinnlos und man bekommt das Buch auch nur schwer wieder zurück in diese Hülle. Aber Buchmenschen agieren gelegentlich etwas unlogisch, und so kaufte ich das Buch nach der Messe eben doch noch. Wie gewohnt las sich der Fitzek sehr flott. Ich liebe diese ultrakurzen Kapitel und seine Cliffhanger.
  • Kiss me in Winter von Laurie Gilmore
    Dieses Buch habe ich auf der Messe gekauft. Mir hat die Idee von der Weihnachtsbaumfarm gut gefallen und es hat mir ein wenig Weihnachtsfeeling herbeigezaubert.
  • Outlander – Feuer und Stein von Diana Gabaldon
    Das war ein Re-Read. Eigentlich lese ich Bücher nicht mehrmals. Dafür gibt es einfach zu viele Geschichten, die ich gern noch lesen möchte. Ein Re-Read kommt also wirklich sehr, sehr selten vor. Das hier ist so eine Ausnahme und ich rechtfertige es mit der Recherche für meine eigene Schottlandgeschichte. Was schon mal klar ist: Dermaßen ausufernd wird mein Roman nicht. Streckenweise hat sich die Geschichte ziemlich gezogen und die vielen Rückblicke haben mich gelegentlich wahnsinnig gemacht. In der Neuübersetzung wurden viele Kürzungen wieder eingefügt und ich frage mich, ob das wirklich notwendig war. Trotz alledem, liegen Band 2 und 3 bereits bereit.

Meine 7 Ziele für 2026

  • 2. Band von Weihnachten in Winterlichten im 4. Quartal 2026
  • 2 Buchmessen
  • Schottlandroman fertig schreiben
  • Kurzgeschichte für eine Anthologie einreichen
  • viel lesen und endlich den SuB abbauen!
  • 2 mal Sport in der Woche
  • Kreativprojekte abseits vom Schreiben

Mein Motto für 2026:

2026 geht es für mich weniger um Pläne und mehr um Leben. Weniger um „Tschakka, jetzt muss alles perfekt laufen“ und mehr um echte Momente.
Meine Prioritäten verschieben sich. Das Schreiben bleibt wichtig, aber nicht zu jedem Preis, und Kreativität darf auch außerhalb des Schreibens ihren Platz bekommen. Mehr Vielfalt, mehr Bewegung, mehr echte Augenblicke. Weniger Druck, mehr Freude am Prozess.
Vergleiche mit anderen lasse ich hinter mir – es geht um mein Tempo, meine Geschichten.
Gesundheit und Energie stehen wieder im Vordergrund, nicht nur Deadlines.

Autorin Kassia L. Hill

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