Monatsrückblick März 2026

Monatsrückblick März 2026: Schreiben, Abschied und neue Wege

Der März hatte so vieles im Gepäck. Meine Rückkehr nach Winterlichten, unerwartete Wendungen beim Schreiben und eine sehr persönliche Zäsur in unserem Leben. Es war ein Monat zwischen kreativer Arbeit, Trauer und neuen Plänen. Ein Blick hinter die Kulissen meines Schreiballtags zeigt einmal mehr, dass Geschichten nicht nur auf dem Papier entstehen, sondern immer auch mitten im Leben.

Back to Winterlichten – Zurück in die Berge

Der März war der Startschuss für meine Rückkehr nach Winterlichten. Geplant war, den dritten Teil der Weihnachtsreihe zu überarbeiten. Wenn alles nach Plan gelaufen wäre, könnte ich heute vielleicht verkünden, dass die Überarbeitung abgeschlossen ist.

Doch fangen wir am Anfang an.

Der Wechsel von meinem Schottlandprojekt zurück nach Winterlichten war ein harter Break. Und gleichzeitig wurde ich von Winterlichten mit einer warmen Umarmung empfangen. Es fühlte sich an, als wäre ich nie weg gewesen. Die kleine Stadt in den Bergen, der Schnee – und natürlich die vier Freundinnen Sabine, Rieke, Hanna und Martina.

Dieses Mal steht Rieke im Mittelpunkt der Geschichte, eine Buchhändlerin mit großem Herz. Vielleicht findet auch sie ihr Glück mit Constantin, dem etwas mürrischen Burgherren von Winteregg. Aber bis dahin gilt es einige Hindernisse zu überwinden.

Eines davon ist ein Wolf, der die Kleinstadt in zwei Lager spaltet.

Eigentlich war die ursprüngliche Idee ein wenig anders. Doch manchmal spielt einem das echte Leben einen kleinen Schatz in die Hände – und plötzlich passt etwas viel besser zur Geschichte als der ursprüngliche Plan. Also muss ich den Plot anpassen, zwei oder drei Kapitel neu schreiben.

Und wie so oft wird aus einer kleinen Änderung schnell ein größeres Projekt.

Kleinigkeiten tauchen auf, die nicht übersehen werden dürfen. Neue Details entstehen, die das Bild runder und vielschichtiger machen. Das ist wunderbar und gleichzeitig unfassbar mühselig. Puzzleteile wandern an neue Stellen und Stück für Stück verändert sich das gesamte Bild.

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When Life Interrupts – Plötzlich ist alles anders

Und dann stand plötzlich die Welt still.

Ich kann es noch immer kaum glauben. Am 15. März hat sich unser Leben verändert. Es gibt jetzt ein Davor und ein Danach.

18 Jahre lang wurden wir von Hunden begleitet. Zuerst von einem Maremmano Abruzzese, einem italienischen Herdenschutzhund, zuletzt von unserem Neufundländer-Mädchen Karlotta.

Immer hatte ich Angst vor einer Magendrehung, von der besonders große Hunderassen betroffen sind. Wir haben alle Empfehlungen befolgt, um genau dieses Szenario zu verhindern. Trotzdem ist es passiert. Mitten in der Nacht. Und dann stellt man fest, dass man eben doch nicht vorbereitet ist.

Karlotta hatte keinerlei der typischen Anzeichen gezeigt. Kein Erbrechen, keine Unruhe, kein Anzeichen von Schmerzen. Bei der letzten Gassirunde kollabierte sie plötzlich und da ahnte ich es schon. Ihr Bauch war deutlich angeschwollen. Der Weg in die Tierklinik war letztlich zu weit und uns blieb nur noch, sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Im April wäre sie 10 Jahre alt geworden. Wir dachten, wir hätten noch Zeit …

Es fühlt sich seltsam an. Auch jetzt noch, während ich diese Zeilen schreibe.

Ihr Platz ist inzwischen geräumt, die Näpfe verstaut. Ob es irgendwann wieder einen Hund geben wird? Ich weiß es nicht.

Da ist eine Lücke, die gefüllt werden möchte. Gleichzeitig ist es auch ungewohnt angenehm, abends direkt vom Sofa ins Bett fallen zu können, ohne noch einmal hinaus zu müssen – besonders wenn es draußen stürmt und regnet.

Aber vielleicht müssen wir diese Entscheidung gar nicht bewusst treffen. Manchmal suchen sich Tiere ihre Familien selbst aus.

Und solange haben wir noch unsere Katzenbande, die zwar keine Gassirunden braucht, uns aber trotzdem ordentlich auf Trab hält.

Neufundländer

Something New is Coming – Freitagscalls mit Sophie

Es gibt eine neue Freitagsroutine.

Seit Kurzem treffe ich mich regelmäßig mit der lieben Sophie M. Seller. Gemeinsam planen wir ein ziemlich verrücktes Projekt. Und nein – es geht nicht direkt ums Schreiben. Wobei man ja nie weiß, wohin sich Dinge entwickeln.

Die Idee dazu hatte Sophie, und bei wirklich jeder anderen Anfrage hätte ich dankend abgelehnt. Aber wer kann Sophie schon etwas abschlagen? Ich jedenfalls nicht. Also habe ich mutig Ja gesagt. – Das ist inzwischen über ein Jahr her.

Jetzt wird es sehr konkret und wir stecken bereits mitten in der Umsetzung.

Das Projekt katapultiert mich kilometerweit aus meiner Komfortzone. Gleichzeitig möchte ich mir auch zugestehen, mich weiterzuentwickeln und Neues auszuprobieren.

Hach, ich glaube wirklich, dass es großartig wird. Vielleicht interessiert es am Ende niemanden da draußen. Vielleicht aber doch. Erfahren werden wir es nur, wenn wir es mutig ausprobieren. Und Spaß haben wir jede Menge. Ich hoffe, dass man das später auch spüren kann.

Mehr verrate ich im April. Und dann darfst du mich gern offiziell für komplett verrückt erklären. 😉

Aufnahme

Writing Through Grief – Es geht weiter

Nach Karlottas Tod habe ich mir eine Woche Auszeit genommen. Ich musste das alles erst einmal verarbeiten.

Das letzte Mal Pfotenabdrücke wegwischen, den Züchtern Bescheid geben, die Hundesteuer abmelden … Natürlich hatte ich erst zwei Tage vorher eine große Futterbestellung getätigt. Auch die wollte empfangen und weitergegeben werden. Lauter solche Dinge, die erledigt werden mussten.

Nach einer Woche habe ich mich wieder an den Schreibtisch gesetzt.

So habe ich im März elf Kapitel überarbeitet und damit etwa die Hälfte geschafft. Ich habe deutlich mehr gelöscht, als ich ursprünglich wollte – und trotzdem ist das Manuskript am Ende wieder länger geworden. Das wird es bei mir ja während des Überarbeitens immer. Und ich bin noch nicht am Ende. Wer weiß, was mich da noch erwartet und wie viele Seiten am Ende tatsächlich beschrieben sind.

Im April geht es weiter und ich hoffe sehr, dass ich die Geschichte spätestens im Mai meiner Lektorin übergeben kann.

Außerdem habe ich im März die Kurzgeschichte überarbeitet, die ich für eine Anthologie einreichen möchte. Wenn du mir schon länger folgst, weißt du vielleicht, dass bereits zwei meiner Kurzgeschichten in der Spendenanthologie des Club der Selfpublisher erschienen sind.

Vielleicht klappt es auch dieses Mal. Das würde mich riesig freuen.

Ganz neu ist außerdem, dass ich bei dieser Ausgabe selbst als eine der Lektorinnen mitarbeiten darf. Auch auf diese Aufgabe freue ich mich sehr.

Was war sonst noch los?

Tadaaa! Und wieder ein Jahr älter geworden. Normalerweise feiere ich meinen Geburtstag nicht. Wir gehen als Familie nett essen und das war’s schon. Ich stehe einfach nicht gern im Mittelpunkt und kann das auch an diesem Tag nicht ablegen. Trotzdem war es dieses Jahr etwas Besonderes, denn die Kids hatten einen großen Auftritt mit ihrem Orchester. Es war ein toller Konzertabend und natürlich war ich unglaublich stolz.

Sekt feiern

Am 31. März hatten wir einen Notariatstermin. Es dauert noch ein paar Wochen, bis im Hintergrund alles abgewickelt ist, aber dann gehört uns eine Wohnung in Freiburg. Na ja, eigentlich gehört sie der Bank, aber du verstehst schon. Gedacht ist es als Altersvorsorge und Studentenwohnung für unsere Kinder.

Hundepfote gefilzt aus Hundefell

Eine Freundin der Kids hat aus Karlottas Fell einen Pfotenabdruck gefilzt. Was für eine wundervolle Erinnerung und so eine liebevolle Geste.

Edelstein Armbänder

Uns hat das Perlenfieber erwischt. Angesteckt von einer Bekannten, die Perlenringe und Armbänder herstellt, haben wir es auch einmal probiert. Es sind schon wunderschöne Stücke entstanden, die selbst getragen, oder auch schon verschenkt wurden. Spannend sind auch die Bedeutungen, die den Steinen zugesprochen werden. Ich möchte nicht behaupten, dass ich darauf setzte, aber interessant ist es durchaus.

Honigschleuder

Unsere Völker sind gut durch den Winter gekommen. Nun war es an der Zeit, eine Honigschleuder zu kaufen.

Erfolgsmeldungen

Erlesenes

Mein Lesemonat startete stark und schwächere dann. 2 Bücher in der ersten Woche und beinahe 3 Wochen für einen Roman, der mich an die italienische Küste entführen sollte und dabei mit zwiespältigen Gefühlen zurückließ.

  • Pretty Little Liars (Unschuldig) von Sara Shephard
    In Vorbereitung auf das Projekt mit Sophie habe ich mir dieses Buch zugelegt. Vielleicht kennst du die Serie. Ich habe sie vor einigen Jahren mit meiner Tochter angesehen und gerade machen wir einen Re-Watch. Es geht um die Freundinnen Spencer, Aria, Emily und Hanna und deren verschwundener Freundin Alison. Plötzlich werden die vier von einem mysteriösen „A“ bedroht – jemandem, der offenbar ihre dunkelsten Geheimnisse kennt. Der erste Band hat mir gut gefallen. Im Stil eines Jugendbuches wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive der Mädchen erzählt und auch wenn es viele Abweichungen zur Serie gibt, fühlte ich mich gut unterhalten.
  • Pretty Little Liars (Makellos) von Sara Shephard
    Und weil mir der erste Band so gut gefiel, habe ich gleich noch den zweiten Teil gelesen. Und hier war ich dann irgendwie raus. Immer wieder wurde erklärt, was man bereits wusste. Vielleicht wäre es geschickter gewesen, ein zusammenfassendes Kapitel voranzustellen. So haben mich die ständigen Wiederholungen eher gestört. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass die Handlung gar nicht wirklich vorangeschritten ist.
  • Annabelle und die unglaubliche Reise nach Unter-London von Karen Foxlee
    Ach ja, der SuB! Wollte ich den nicht abbauen? Stattdessen haben sich mit den Pretty Little Liars ja schon wieder neue Bücher dazwischen gemogelt. Das Buch habe ich vor Jahren für meine Tochter gekauft. Ich hatte mich vom Cover verführen lassen. Meine Tochter ließ sich jedoch nicht überzeugen. Und da stand es also im Regal und ich dachte, irgendwann muss ich das mal lesen. Ein bisschen Steampunk, etwas Urban Fantasy, eine Prise magischer Realismus – so lässt sich das Buch wohl am ehesten beschreiben. Im Kern ist es eine klassische Heldenreise. Annabelle ahnt nicht, dass sie besondere Kräfte hat und muss am Ende die Welt vor dem Untergang bewahren. Dabei schlägt sie sich gemeinsam mit Kitty, einem Straßenmädchen, das mit Elfen sprechen kann, durch die Katakomben von London. Ein nettes Jugendbuch.
  • Princess Academy (Miris Gabe) von Shannon Hale
    Der erste Band einer Reihe. Ursprünglich ebenfalls für meine Tochter gekauft, die jedoch in der Mitte abgebrochen hatte. Ich konnte das zunächst nicht verstehen. Der Anfang war erfrischend zu lesen, beginnt die Geschichte doch in einem Bergarbeiterdorf. Die Menschen sind verarmt, schürfen den Linder aus dem Berg und ahnen nicht, wie wertvoll dieser Stein ist. Die Suche des Prinzen nach seiner Braut reißt die Gemeinschaft aus dem Alltag, denn alle heiratsfähigen Mädchen müssen zur Prinzessinnen Academy, in der sie auf eine mögliche Hochzeit mit dem Prinzen vorbereitet werden. Tja, und dann verliert die Geschichte den Drive. Irgendwie erscheint das Leben an der Academy ziemlich langweilig und spätestens hier verstehe ich, warum meine Tochter nicht weitergelesen hat. Auf den letzten 50 Seiten nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, trotzdem habe ich nicht das Bedürfnis, weiterzulesen.

Ausblick auf den März

Es geht weiter mit der Überarbeitung und dann lassen Sophie und ich die große Bombe platzen. Ich bin ein bisschen aufgeregt. Welche Reaktionen werden wir bekommen? Wird es überhaupt welche geben?


Ich freue mich sehr, dass du dich für mich und meine Geschichten interessierst. Mehr Einblick hinter die Kulissen und exklusive Geschichten findest du in meiner Schwarzwaldpost. Schau doch mal ganz unverbindlich rein. Ich freue mich darauf, dich näher kennenzulernen.

Herzlichst, deine

Autorin Kassia L. Hill

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